NotarSeit vielen Jahren arbeiten unsere Bauträger mit renommierten Notaren zusammen und haben bereits mehrere hundert Objekte beurkundet.

Alle notwendigen Unterlagen werden für Sie auf- und vorbereitet und wir begleiten Sie auch bei der Vertragsvorbereitung und -unterzeichnung.

Welche Aufgaben hat der Notar?

Die Aufgaben des Notars sind in der Bundesnotarordnung beschrieben. Danach sind Notare „unabhängige Träger eines öffentlichen Amtes“. Der Notar übt also – wie Behörden, z.B. Gerichte oder die Stadtverwaltung – ein öffentliches Amt aus. Andererseits ist der Notar jedoch selbständig. Er ist bei keiner Stelle angestellt und in seiner Amtsausübung nur an die Gesetze gebunden.

Notarinnen und Notare sind in erster Linie mit Beglaubigungen und Beurkundungen befaßt.

Bei der Beglaubigung bestätigt der Notar die Echtheit einer Unterschrift, daß also eine Unterschrift von einer bestimmten Person stammt. Dadurch kann sich der Rechtsverkehr darauf verlassen, daß die genannte Person die entsprechende Urkunde tatsächlich unterschrieben hat und die Unterschrift nicht gefälscht ist. Bei der Beglaubigung unterschreibt der Klient die Urkunde in der Gegenwart des Notars oder bestätigt dem Notar, daß er die Urkunde vorher unterschrieben hat. Eine Beglaubigung ist erforderlich bei Registeranmeldungen, z.B. im Grundbuch, im Handelsregister oder im Vereinsregister.

Eine Beurkundung verlangt das Gesetz bei bestimmten Verträgen von besonderer Bedeutung. Zweck der Beurkundung ist, daß die Beteiligten sich über die rechtliche Bedeutung des Geschäfts im klaren sind und daß sie keine übereilte Entscheidung treffen. Bei einer Beurkundung muß die gesamte Urkunde allen Beteiligten in der Gegenwart des Notars vorgelesen werden. Dadurch ist sichergestellt, daß die Beteiligten wissen, was sie unterschreiben, und daß sie die Gelegenheit haben, dem Notar konkret Fragen zum Inhalt der Urkunde zu stellen. Eine Beurkundung ist erforderlich z.B. bei Kaufverträgen über Grundstücke, Häuser und Wohnungen, bei Ehe- und Erbverträgen oder bei der Gründung einer GmbH.

Weiter kann der Notar auch Abschriften oder Fotokopien beglaubigen Bescheinigungen über die Vertretung von Gesellschaften ausstellen, eidesstattliche Versicherungen abnehmen und Wertpapiere oder Geld – dies nur auf einem Anderkonto – verwahren.

Ein Anderkonto ist ein Konto des Notars bei einer Bank, auf dem Geld verwahrt wird, das nicht dem Notar selbst gehört, sondern das er für Klienten verwahrt. Dadurch ist sichergestellt, daß das Geld getrennt von dem übrigen Geld des Notars aufbewahrt wird.

Der Notar ist unparteiisch und neutral. Bei einem Vertrag darf er nicht zugunsten der einen oder anderen Seite Partei ergreifen, sondern muß ausgewogene Vorschläge machen. Wenn der Notar einen Vertrag entwirft, muß er die Interessen aller Vertragsparteien angemessen berücksichtigen. Wenn die Parteien sich über einen Punkt nicht einig sind, darf und muß er erklären, wie man diesen Punkt regeln kann. Er darf auch Lösungsvorschläge machen, darf dabei aber über seine Rolle als Vermittler nicht hinausgehen.

Zum Notar geht man also zum Beispiel, um einen Vertrag beurkunden zu lassen. Wenn Sie später gegen ihren Vertragspartner rechtlich vorgehen wollen, z.B. weil dieser nicht zahlt, müssen Sie die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch nehmen.

Freie Notarwahl

Ein Notar wird für einen bestimmten Amtsbezirk ernannt. Er muß sein Büro dort einrichten und darf nur im Ausnahmefall außerhalb dieses Bezirkes tätig werden.

Diese Beschränkung gilt aber nur für den Notar, nicht für seine Klienten:

Jeder Klient darf zu dem Notar seines Vertrauens gehen, auch wenn dieser an einem anderen Ort wohnt als der Klient. So kann z.B. ein Münchner auch in Solingen ein Testament bei einem Notar errichten, oder ein Grundstück, das in Solingen liegt, kann auch bei einem Berliner Notar verkauft werden – und zwar auch dann, wenn Käufer und Verkäufer ebenfalls in Solingen wohnen. Der Solinger Notar darf jedoch nicht nach Berlin fahren, um dort den Grundstückskaufvertrag über das in Solingen oder anderswo belegene Grundstück zu beurkunden.

Wenn Ihr Grundstücksmakler einen bestimmten Notar vorschlägt, so können sie ebensogut einen anderen Notar vorschlagen. Es gibt auch keinen Grundsatz dahingehend, daß immer der Käufer oder immer der Verkäufer bestimmt, bei welchem Notar der Vertrag abgeschlossen werden soll. Die Parteien müssen sich eben auf einen Notar einigen.

Einen „Hausnotar“ gibt es dabei grundsätzlich nicht. Jeder Notar muß bei jedem Vertrag neutral sein und die Interessen aller Beteiligten wahren. Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn die eine Partei schon häufiger bei dem Notar war.